Starten

Ich möchte nur Produkte vermarkten, die ich selbst nutze.

Klein starten

Kleine Teams können in kurzer Zeit viel erreichen. Es gibt keinen Wasserkopf und keine BĂŒrokratie. Entscheidungen können schnell, unkompliziert und flexibel getroffen und auch umgesetzt werden.

Man steht in direktem Kontakt mit den Kunden und kann Probleme schneller erkennen und beheben. Jede Schicht (z.B. Kundensupport) zwischen Kunden und Enticklung macht das Verbessern des Produkts schwieriger.

Es ist so leichter Dinge auszuprobieren. Man muss nicht erst AntrĂ€ge stellen und die Vorgesetzen in endlosen Meetings ĂŒberzeugen. Man kann einfach etwas machen. Wenn es nicht funktioniert, macht man etwas anderes.

Ich halte es besonders am Anfang fĂŒr sehr wichtig vieles auszuprobieren. Wenn man eine funktionierende Lösung hat, kann man sich darauf festlegen. In der Regel dauert das aber eine lange Zeit und benötigt viele Versuche. Der erste Ansatz ist sehr selten der Richtige.

Zu Beginn gilt:

“Move Fast and Break Things”

Je mehr Dinge man ausprobiert, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einen Volltreffer zu landen. Man lernt auch bei jedem Versuch etwas und kann es beim NÀchsten anwenden und so von einer besseren Grundlage starten.

Man gezielt Mitarbeiter anstellen. Ich denke das Team ist der Entscheidende Faktor fĂŒr den Erfolg.

Produktidee testen

Bevor man etwas entwickelt, sollte man testen, ob es ĂŒberhaupt ein Interesse dafĂŒr gibt.

Man kann anfangen indem man ein Tweet verfasst auf Reddit, in Facebook Gruppen oder in Foren ĂŒber die Idee schreibt. Wenn es dazu Beteiligungen gibt, kann man die Idee weiter entwickeln und einen lĂ€ngeren Artikel darĂŒber schreiben. Außerdem sollte man so frĂŒh wie möglich anfangen E-Mail Adressen von Interessierten zu sammeln.

Anschließend kann man einen grobes Konzept fĂŒr das Produkt erstellen und Vorbestellungen zu einem geringen Preis anbieten.

DafĂŒr erstellt man eine Landingpage auf der man erklĂ€rt, was man vor hat. So kann man alle Interessierten auf eine Seite leiten.

Auf der Landingpage sollte sehr schnell klar sein, was das Produkt ist und warum es genutzt werden sollte.

Es sollte so formuliert sein, dass ich es fĂŒr meine Linkssammlung kopieren kann.

Name/Link - Beschreibung

​Open Masters​

Wenn es niemand kauft, ist es wahrscheinlich nicht das richtige Produkt. Es reicht nicht, wenn die Leute sagen, sie wĂŒrden es kaufen. Es zĂ€hlen nur echte VerkĂ€ufe.

Erst jetzt beginnt man mit der eigentlichen Entwicklung.

Eigene Probleme lösen

Ein anderer Ansatz ist ein eigenes Problem zu lösen und das dann als Produkt anzubieten.

Ich programmiere zum Beispiel Software, um mir mein Leben leichter zu machen.

Dadurch fÀllt der Test der Idee weg, da ich das Produkt selbst haben möchte. Ich mache die Arbeit sowieso und das Ziel ist nicht die Vermarktung.

In der Öffentlichkeit entwickeln

Das Produkt sollte so bald es die Mindesanforderungen erfĂŒllt veröffentlicht werden (MVP).

So kann man das Konzept mit geringem Aufwand testen und schnell Feedback einholen.

Hier kann man die Preise fĂŒr neue Kunden anheben.

Durch das Feedback von Kunden, kann man das Produkt immer weiter verbessern und den Wert steigern.

Außerdem kann man schon Kundenstimmen fĂŒr den Launch sammlen und auf der Landingpage veröffentlichen.

FrĂŒhe Kunden haben eine höhere Bindung an das Produkt, weil sie es "mit aufgebaut" haben.

Launch

Wenn man das Feedback der ersten Kunden in das Produkt integriert hat, kann man das Produkt offiziell veröffentlichen.

Jetzt kann man das Produkt zu dem normalen Preis anbieten.

Man kann alle von der E-Mailliste informieren. Den bestehenden Kunden kann man ein Empfehlungprogramm anbieten.

Dadurch, dass man schon eine Zielgruppe und zahlende Kunden vor der eigentlichen Veröffentlichung hat, ist die Wahrscheinlichkeit eines Erfolgs höher.

Wachstum

Wenn man ein erfolgreiches Produkt etabliert hat, kann man darauf aufbauend weitere Produkte vermarkten. Da man schon einen Kundenstamm hat und viel gelernt hat, wird es zunehmend einfacher.

Wichtig ist nicht zu schnell zu wachsen und die Verwaltung so klein wie möglich zu halten.

Es ist oft besser die AblÀufe zu optimieren, als immer direkt neue Personen einzustellen.

Wenn das Team zu groß wird, verĂ€ndert sich die Dynamik innerhalb der Firma und man benötigt immer mehr Resourcen, um sich selbst zu managen, die dann nicht mehr der Entwicklung zur VerfĂŒgung stehen. Entscheidungen werden langsamer und es mĂŒssen immer mehr Regeln eingefĂŒhrt werden.

Organisches Wachstum

Ich halte langsames organisches Wachstum fĂŒr den richtigen Weg eine Firma aufzubauen.

Man wÀchst so mit seinen Aufgaben. Man lernt stÀndig dazu und kann die AblÀufe anpassen und verbessern.

Man ist nicht gezwungen in einer vorgegebenen Geschwindigkeit zu wachsen und kann sie um den langfristigen Erfolg kĂŒmmern. Kundenbindung ist ein sehr wichitger Faktor.

Vielleicht kommt auch irgendwann der Punkt an dem die Firma groß genug ist und man nicht mehr wachsen möchte. Manchmal lohnt sich weiteres Wachstum nicht.

Wenn man zu schnell wÀchst, ist das nicht mehr möglich.

Investoren

Ich halte das Gelder einsammeln, um ein Unternehmen zu starten fĂŒr den falschen Weg. Sobald man andere mit anderen Interessen ins Boot holt, verliert man viele Vorteile des organischen Wachstums.

Man verliert viel FlexibilitĂ€t. Der Druck zum Erfolg ist sehr viel grĂ¶ĂŸer. Man kann nicht mehr viel ausprobieren, sondern muss Geld verdienen.

In einem kleinen Team ist es leichter Opfer fĂŒr das gemeinsame Ziel zu erbringen (viel Arbeit, wenig Geld). Wenn man fĂŒr jemand anderen (den Investor) arbeitet, ist das schwieriger.

Man muss viele wichtige Entscheidungen in kurzer Zeit treffen und man ĂŒberspringt wichtige Schritte, die zum Lernen wichtig sind.

Es werden schnell viele Personen eingestellt und das Team kann sich nicht richitg entwickeln. Es gibt keine Unternehmenskultur bzw. die bestehende verÀndert sich.

Gewinne haben eine viel höhere Bedeutung. Langfristige Ziele (z.B. Kundenbindung, ProduktqualitÀt) fallen so eventuell dem Gewinn zum Opfer.

Selbst der erste und beste Kunde sein

Beispiel Amazon

Sie bieten Services, die sie selbst brauchen, auch fĂŒr andere an.

  • Marktplatz

  • Fulfillment

  • AWS

Dadurch kann man mit besteheden Mitteln zusĂ€tzlich Geld verdienen, um die bestehende Infrastruktur auszubauen und zu verbessern. Man braucht die Technik sowieso fĂŒr das eigene GeschĂ€ft.

ZusÀtzlich kommen dadurch bessere Skalierungseffekte zum Tragen. Man hat ganz andere Möglichkeiten und kann so sein eigenes KerngeschÀft auf ein neues Level bringen.

Da man die Produkte selbst benötigt, hat man einen Beweis, dass es funktioniert und hat schon den ersten Kunden, der am Schwersten zu bekommen ist. Es gibt dadurch auch direkt Einnahmen.